Maerki Baumann Investment Blog

Comeback Europa

21.06.2017 -

Europäische Aktien weisen auch nach den letzten starken Monaten im globalen Vergleich immer noch eine niedrige Bewertung auf. Gleichzeitig steigen die Analystenschätzungen deutlich. Mit Macrons Parlamentsmehrheit haben sich zudem die politischen Risiken kurzfristig reduziert, weshalb wir empfehlen, beim Thema europäische Aktien zu bleiben. Auf Sektorenebene sind wir bei den Autotiteln vorsichtig, da Dieselgate weiter seine Kreise zieht, und ziehen zyklische Konsumgüter sowie Industrie- den Finanzwerten vor, die zwar ein deutliches Neubewertungspotenzial aufweisen, aber weiterhin für negative Überraschungen gut sind.

Daniel Egger

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Ungeliebte Hausse

18.01.2017 -

Gründe zur Vorsicht gibt es viele. Der wild dekretierende US-Präsident, der Anstieg der Inflation und der angespannte US-Arbeitsmarkt, aber auch die Wahlen in Europa hätten das Potenzial, die Anleger risikoaverser werden zu lassen. Gleichwohl war die grösste Korrektur im MSCI Weltaktienindex in den letzten drei Monaten geringer als 2%, und wir befinden uns weniger als 1 Prozentpunkt unter dem Allzeithoch. Das ist ein Hinweis für uns, dass der «ungeliebteste Bullenmarkt aller Zeiten» noch eine Weile andauern wird. Wir bleiben positiv gestimmt für Aktien und erachten Rückschläge als Zukaufgelegenheiten.

Daniel Egger

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Euro-Aktien

07.12.2016 -

War's das? Ein klares Nein für Renzi, und es geht aufwärts an Europas Börsen? Wir vermuten, dass die Positionierung bereits stark negativ war, weshalb es nun zu einer Erleichterungsrallye gekommen ist. Letztlich präsentiert sich die Situation in Italien unverändert. Angesichts der tiefen Bewertung von Aktien in der Eurozone – das Shiller-KGV liegt bei ca. 13 – und eines tendenziell überbewerteten US-Dollars erachten wir das Potenzial von Euroaktien den politischen Unwägbarkeiten zum Trotz als interessant. Ebenfalls empfehlen wir, bei einer weiteren Abschwächung eine Goldposition aufzubauen, sofern nicht schon vorhanden, da wir mittelfristig beträchtliches Kurspotenzial ausmachen.

Daniel Egger

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Gewinnrezession

25.05.2016 -

In den USA (gemessen am S&P 500) ist das Gewinnwachstum seit vier Quartalen negativ. Trotzdem notiert der Markt nur rund 4% unter Allzeithöchst. In den vergangenen sechzig Jahren bedeutete ein temporärer Gewinnrückgang in weniger als 30% der Fälle einen Rückgang des breiten Marktes, wenn es nicht zu einer Rezession kam. Gleichzeitig gibt’s saisonalen Rückenwind, da die Börsen in der zweiten Hälfte von US-Präsidentschaftswahljahren meist sehr positiv abschneiden. Die Skepsis der Marktteilnehmer ist hoch, war für sich genommen ebenfalls als Positivum zu werten ist. Wir bleiben vorsichtig positiv und würden Rückschläge weiterhin für den Aktienaufbau nutzen.

Daniel Egger

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Emerging Markets

23.03.2016 -

Die konjunkturellen Nachrichten aus den Schwellenländern sind alles andere als berauschend: Brasilien und Russland in der Rezession, und die Verschuldung in China steigt weiter und ist mittelfristig eine Bedrohung. Gleichzeitig haben sich die Aktienbewertungen, aber auch die Währungen in einem Ausmass verbilligt, welches das Risiko weiterer Rückschläge gegenüber dem Erholungspotenzial deutlich geringer aussehen lässt. Beispielsweise ist das Shiller-KGV der Schwellenländer bei gut 10 angekommen, was mehr als 40% unterhalb des Zehnjahresdurchschnitts liegt. Wir empfehlen angesichts der starken Heterogenität unter den einzelnen Ländern einen diversifizierten Anlageansatz, vorzugsweise mittels aktiver Fonds.

Daniel Egger

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Mauer der Sorgen

03.02.2016 -

Mit dem schlechtesten Jahresstart seit langem sind die Sorgen der Anleger weltweit deutlich gestiegen. Selbst wenn einzelne grosse Schwellenländer klar ein niedrigeres Wachstum aufweisen, sehen wir nur wenige Parallelen zu 2008, d. h. keine globale Rezession, weshalb wir unseren Optimismus für Aktien für die nächsten elf Monate unterstreichen möchten. Das Investorenvertrauen ist angeschlagen, wodurch sich aber auch Kaufgelegenheiten bieten. Wir sehen interessante Einstiegsniveaus bei Novartis, Swatch, Credit Suisse sowie SGS.

Daniel Egger

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Aktienpicks CH

11.11.2015 -

Der beste Oktober seit vier Jahren – gemessen am MSCI-Weltaktienindex – hat diverse Marktteilnehmer überrascht. Dass die Käufer so schnell an den Markt zurückkehren würden, haben wohl nur wenige erwartet. Für uns ist es ein Zeichen weiterhin bestehender Aktiennachfrage in einem Umfeld, das von wenigen Alternativen geprägt ist. Wir gehen für die kommenden Monate von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends an den Aktienmärkten aus und schätzen die Gefahren eines beginnenden Bärenmarktes als gering ein. Sollten die Obligationenrenditen im Zuge des einsetzenden Basiseffekts bei der Inflation – Stichwort Ölpreise – in den kommenden Monaten deutlich anzuziehen beginnen, wäre Vorsicht geboten. So empfehlen wir weiterhin, in kurzfristige Kursschwäche zu kaufen. In der Schweiz favorisieren wir aktuell SGS, Credit Suisse, Roche, Novartis, Swatch Group sowie Swisscom.

Daniel Egger

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Agrarrohstoffe

09.09.2015 -

Angesichts des starken Abwärtstrends bei den Rohstoffen stellt sich die Frage, wie attraktiv diese Anlageklasse noch ist. Wir sehen aktuell aber eine Gelegenheit, ein erstes Engagement im Agrarrohstoffbereich aufzubauen, da die Preise kaum 10 % über den Allzeittiefs stehen. Die guten Ernten der letzten zwei Jahre und hohe Vorratslager hatten hier einen starken Einfluss. Blickt man nun aber voraus, erachten wir das Verhältnis von Chancen zu Risiken als sehr günstig, denn: Einerseits sind die guten Ernteaussichten auch für dieses Jahr bereits in den Preisen eskomptiert, andererseits sind die klimatischen Aussichten aufgrund des El-Niño-Phänomens dieses Jahr unsicherer geworden, was bei Auftreten von Wetterkapriolen zu beträchtlichen Preissteigerungen führen könnte. Schliesslich spricht auch die tiefe Korrelation zu anderen Anlageklassen für eine mittelfristige Position in Agrarrohstoffen.

Daniel Egger

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Euro und Europa

01.07.2015 -

Eine gehörige Portion Unverfrorenheit gehört schon dazu, kurz nach Auslaufen der Frist für neue Hilfe ein Referendum abzuhalten. Doch Tsipras weiss, dass die Europartner dem Land bei einem Ja gegebenenfalls ein weiteres Mal entgegenkommen. Die Folgen für Anleger sind kurzfristig höhere Volatilität, wobei wir deutliche Kursschwäche für Zukäufe in Aktien nutzen würden, speziell aber auch bei Währungen, wo der griechische Entscheid für oder gegen die Eurozone den Euro schwächen bzw. stärken sollte, denn: Es gibt noch genügend Euromitglieder, denen eine Aufweichung des Fiskalpakts zupasskäme.

Daniel Egger

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Tips

29.04.2015 -

Auf der Suche nach attraktiven Segmenten im Obligationensektor fallen die sehr tiefen Inflationserwartungen auf, die von den Preisen langfristiger inflationsgeschützter US-Staatsanleihen (Treasury Inflation-Protected Securities, Tips) abgeleitet werden können. Wir sehen Parallelen zum Jahr 1998, als in der Folge der stark gefallenen Ölpreise die Inflationsraten deutlich zurückglitten und die langfristigen Inflationserwartungen ebenfalls stark herunterkamen. Interessanterweise stiegen diese Erwartungen daraufhin parallel mit dem Einsetzen des Basiseffekts beim Ölpreis, der die Inflationsraten wieder steigen liess. Wir erachten es nicht als Zufall, dass sowohl das Tief im Ölpreis als auch das Tief bei den langfristigen Inflationserwartungen im Januar erreicht wurde, und empfehlen, in diesem Obligationensegment Positionen mittels eines breit diversifizierten Fonds aufzubauen.

Daniel Egger

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