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Geopolitik meldet sich zurück

10.01.2018 -

Mit dem Jahreswechsel sind nicht nur Wetterstürme zurückgekehrt, auch geopolitische Spannungen, diesmal aus dem Nahen Osten, einer historisch wenig stabilen Region. Die Proteste der Bevölkerung im Iran sind nicht zu unterschätzen, ist doch der Iran eines der wichtigsten Ölförderländer der Welt. Sie richten sich gegen die zweistellige Inflation und allgemein gegen die Regierungspolitik. Dass der Pressesprecher der US-Regierung nach dem harten Eingreifen der Behörden verkündet hat, man halte sich alle Optionen offen betreffend Wiedererwägung von Sanktionen hat die Situation keineswegs beruhigt. Die iranische Ölproduktion ist seit Sanktionsaufhebung auf das hohe Niveau von 2011 zurückgekehrt. Doch sollten neue Sanktionen sie wieder auf das Tief der Sanktionszeit bringen, könnte dies das globale Ölangebot empfindlich treffen. Für die Aktienmärkte muss die nicht zwangsläufig negative Wirkung haben. Die historisch tief bewerteten Ölaktien werden interessanter, wenn Öl steigt. Sollten die geopolitischen Spannungen zunehmen, könnten auch Goldminenaktien Potenzial zeigen und Gold als Diversifikationsinstrument eine Renaissance erleben.

Gérard Piasko

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